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Chronik

Die Geschichte der Lehrensteinsfelder Schützen reicht zurück bis ins Jahr 1878. Der damals gegründete Krieger- und Schützenverein hatte Bestand bis zum Jahr 1942.Da in dieser Zeit viele Schützenvereine aufgelöst wurden, entstand auf diesem Gebiet eine Lücke, die erst im Jahr 1959 zu schließen begonnen wurde. In diesem Jahr trafen sich im Gasthaus zum Stern Freunde des Schießsports mit dem festen Willen auf die Neugründung eines Schützenvereins in Lehrensteinsfeld hinzuwirken.

Nachdem die Bereitschaft, einen Verein aufzubauen, vorhanden war, beschloss man , wegen eines geeigneten Geländes an die Gemeinde heranzutreten. Die ersten Angebote, im Bereich des Salzgartens die alte Schießanlage auszubauen, scheiterten an den Einsprüchen der Anlieger. Außerdem waren die örtlichen Gegebenheiten nicht optimal. Daraufhin wurde von der Gemeinde ein Grundstück im Frauenzimmer angeboten, das teilweise als Kiesgrube genutzt wurde. Dieses wurde mit viel Mühe eingeebnet und so hergerichtet, dass es den Erfordernissen der Sicherheit entsprach und für den Bau einer Schießanlage verwendet werden konnte. Bereits im Juli 1959 begann man aufgrund eines genehmigten Bauplans mit der Erstellung eines KK-Standes mit 4 handbetriebenen Zugbahnen.

Da die Gemeinde zu dieser Zeit den Anstrengungen des Vereins nicht sehr aufgeschlossen gegenüberstand, war auf eine finanzielle Unterstützung von dieser Seit nicht zu hoffen. Dadurch zog sich der Erstausbau bis zum Jahr 1962 hin. Nach Freigabe der Schießanlage durch das Landratsamt Heilbronn konnte dann im Herbst 1962 der KK-Stand eingeweiht werden. Da die Aufwendungen für diese ersten Maßnahmen nicht unerheblich waren, ist es den Schützenfreunden zu danken, dass sie durch viel Eigenleistung und persönliches Engagement den Stein ins Rollen brachten. Durch die offizielle Neugründung zum 01.01.1963 unter dem Namen Schützengilde Lehrensteinsfeld sollte dokumentiert werden, dass der Name eine gewisse Tradition für das Schützenwesen in Lehrensteinsfeld darstellt.

Um den Verein auf ein stabiles Fundament zu stellen und im Hinblick auf einen weiteren Ausbau wurde nach Mitteln und Wegen gesucht, die Vereinskasse aufzubessern , damit die große Zahl der damals noch offenen Wünsche realisiert werden konnte. So ging man daran, sich mit der Veranstaltung eines jährlich stattfindenden Schützenfestes zu befassen. Dies wurde erstmals am 27. und 28. Mai 1963 mit Hilfe der 25 Mitglieder und deren Ehepartner realisiert. Das starke positive Echo in der Region ließ uns erkennen, dass wir hier auf dem richtigen Weg waren und dass so die für den weiteren Ausbau notwendigen Barmittel beschafft werden konnten.

Da der Verein von Anfang an bestrebt war, den Aufbau aus eigener Kraft zu schaffen und auf Zuschüsse der nicht gerade reichen Gemeinde zu verzichten, wurden die einzelnen Bauabschnitte über einen langen Zeitraum verteilt und entsprechend der Kräfte der Mitglieder und der Finanzdecke des Vereins verwirklicht. So konnte im Jahr 1965 daran gegangen werden, an den bestehenden KK-Stand einen Aufenthaltsraum , einen Luftgewehrstand mit 3 Bahnen und eine WC-Anlage anzubauen. Der nächste Abschnitt war im Jahre 1967 die Verlegung eines 708 m langen Kabels zur Sicherstellung der Stromversorgung. Im Jahre 1969 war es durch umfangreiche Verhandlung mit der Vedewa-Nordost-Wasserversorgung möglich, einen Anschluss an eine ca. 100 m am Schützenheim vorbeiführenden Fernwasserleitung zu erhalten. Damit waren alle Voraussetzungen für den geordneten Betrieb eines Schützenheimes erfüllt.

1970 wurde durch eine Weinbergumlegung im Gewann Eich die Möglichkeit eröffnet, weitere gemeindeeigene Fläche mit der bestehenden Schießstandfläche zusammen zu legen. Dass diese Maßnahme richtig war, sollte sich ein paar Jahre später erweisen. Als sich im Jahre 1977 die Notwendigkeit einer Schießdisziplinerweiterung ergab, war es uns möglich, die Schießanlage in nördlicher Richtung zu erweitern, um einen größeren Luftgewehr- sowie einen Pistolenstand und Nebenräume anzubauen. Solche großen, ausschließlich in Eigenleistung durchgeführten Veränderung an einer Schießanlage waren nur durch kameradschaftliche Verbundenheit und den Wille, das Angefangene zu vollenden, sowie durch ein besonderes Verhältnis zum Verein möglich.

Da die steigende Störanfälligkeit der fast 50 Jahre alten KK-Schießanlage einen ordnungsgemäßen Wettkampfbetrieb immer mehr erschwerte, entschloss sich der Verein die Anlage zu modernisieren. Seit Juli 2010 werden die Schussergebnisse auf den 4 Ständen der 50-Meter-KK-Anlage zehntelgenau mit einer elektronischen Schießanlage der Firma DISAG gemessen. In Puncto Schusserkennung und Schussauswertung zählt diese Anlage zum Modernsten, was ein Schießsportverein seinen Schützen bieten kann, und ist einzigartig im Landkreis Heilbronn.

Da die Schießanlage heute gut und komfortabel ausgebaut ist, üben außer den Einzelschützen und Gästen sowie jugendlichen Schnupperschützen von 12 Jahren aufwärts 4 Mannschaften in KK-Gewehr, Luftgewehr, Luftpistole und Sportpistole ihren edlen Sport aus.

Die Verbundenheit innerhalb des Vereins wurde in unzähligen Veranstaltungen und Treffen zum geselligen Beisammensein gepflegt. und gestärkt. Unser Bestreben galt aber auch der guten und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Nachbarschützen, vor allem aber mit den örtlichen Vereinen. Hier war und ist unser Wirken darauf ausgerichtet, wo immer wir dazu beitragen können, eine Festigung des Vereinsverbundes zu erreichen um damit das im wesentlichen von den Vereinen getragene kulturelle Leben in Lehrensteinsfeld zu stärken. Dank sagen wollen wir allen, die einen wesentlichen Anteil um Zustandekommen diese Werkes haben.

Für weiter Informationen steht Ihnen unser Vorstand gern zur Verfügung.